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Take a look CitA-Nachruf vom 26.08.1998

copyright gabi kanera
CITA
Caught in the Act haben sich getrennt. Hintergründe dazu und wie die Fans damit umgehen, das erfahrt ihr in der nächsten Stunde. -. Hier ist take a look, ich bin Gabi Kanera


Am 1. August ging die Schreckensnachricht für alle Caught in the Act-Fans durch die Medien. CitA vor dem Aus? Keiner wußte etwas Genaues, man berief sich lediglich auf eine Zeitungsmeldung der Berliner Morgenpost, in der von einem Abschiedskonzert die Rede war. Nach einem langen ,ungewissen Wochenende, das die Fans zwischen Bangen und Hoffen verbrachten, kam am Montag in einem Telefoninterview mit Bastiaan Ragas, und Viva die Bestätigung. - Ja, es stimmt - Bastiaan versuchte eine Erklärung zu geben, aber außer, daß er unter Schock stand und die Trennung selbst kaum glauben konnte, war nicht viel aus ihm herauszubekommen. Alles war noch sehr frisch.

Doch was war wirklich geschehen? Da hat ein Manager gezeigt, was die Mitglieder einer Boyband für Rechte haben, nämlich gleich Null.

Der Vertrag der Band Caught in the Act läuft nach sechs Jahren am 31. August aus. Ganz klar, daß man vorher zu überlegen beginnt, will man den Vertrag so verlängern, wie er war, will man ihn ändern oder will man ihn beenden. Nach sechs Jahren Vermarktung mit eingeschränkter Privatsphäre , waren sich alle vier einig, dieses Leben wollten sie ändern. Bastiaan drückte es in einem Interview mit der Bravo aus, was alle dachten, - sie hatten kein eigenes Leben mehr, andere bestimmten nur doch darüber. Sie fühlten sich nur noch wie Marionetten. So sagte Ben ganz deutlich, daß er etwas ganz anderes machen und aus der Band aussteigen wolle, was auch akzeptiert wurde. Es wurde darüber diskutiert, ob man zu dritt weiter machen sollte oder eventuell einen neuen vierten Mann mit in die Band nimmt, so sagte jedenfalls Lee ebenfalls in einem Telefoninterview mit Viva. Doch von diesen Vorschlägen hielt der Manager wohl gar nichts. So kamen sie zum Schluß, sich zum Ende des Jahres zu trennen. Die geplante Sommer -Festival -tour wollten sie durchziehen, im Herbst ein neues Album herausbringen und sich mit einer Farewell Tour zum Ende des Jahres gebührend bei ihren zahlreichen Fans bedanken und verabschieden. Hätte ja auch alles so laufen können, wenn, ja wenn Eloy, Lee, Ben und Bastiaan das zu bestimmen gehabt hätten.

Der Manager Cees van Leeuven aber zog es vor, ohne die Band vorher zu informieren, einen Konzertveranstalter zu beauftragen, für den 16. August ein Abschiedskonzert in Magdeburg zu organisieren. Selbst jetzt hatte er es noch nicht nötig seiner Band diese Entscheidung mitzuteilen. Als erstes erfuhr ein bekanntes Magazin diese Neuigkeit, die dann dem Quartett von ihrer bevorstehenden Trennung erzählte. Diese Entscheidung traf CitA wie eine Ohrfeige, und war ein Schock. Es blieb ihnen kaum Zeit damit klar zu kommen, denn die nächsten Festival Termine mußten noch wahrgenommen werden. Die Festival Tour wurde kurzfristig umbenannt zur Farewell Tour und wie diese verlaufen ist -,wie die Fans reagiert haben sagt uns gleich Mery Ammann, Vizepräsidentin des Schweizer CitA- Fanclubs, die die Tour mitgemacht hat, und tagelang damit zu tun hatte, weinende Fans zu trösten. Ich habe mich nach der Tour mit ihr unterhalten.


Gabi:
Wie ist die Trennung von Caught in the Act denn aufgefaßt worden, das war ja ein Schock nicht nur für die Jungen selbst, sondern hauptsächlich für die Fans?

Mery:
Also für meinen Teil kann ich sagen, bei mir ist das Telefon nicht mehr still gestanden. Ich habe so viele Anrufe von traurigen Fans bekommen, die es gar nicht glauben wollten. Die haben natürlich gehofft, daß ich ihnen sage, es ist alles nicht wahr, die trennen sich nicht. Ich konnte ihnen das halt nicht sagen, ich mußte sagen - es stimmt - und das war schwer die Fans zu trösten. Ich war natürlich oder bin immer noch selber sehr , sehr betroffen und dann ist natürlich schwer, wenn man selber fast am Heulen ist, dann einen Fan, der schluchzt am Telefon dann zu trösten. Aber ich komme hier mit den Worten, die mir Gabi gesagt hat, und das hat mich Augen bißchen getröstet, sie sind ja wirklich nicht alle tot. Das wäre viel schlimmer, sondern sie leben ja noch. Man kann sie immer noch in irgendeiner Form sehen. Ein Bißchen ist schon gestorben, jedenfalls in mir drin, jedenfalls ein kleines bißchen von meinem Leben jetzt.

Gabi:
Was passiert denn mit einem Fanclub, wenn sich die Gruppe auflöst?

Mery:
Ich möchte es einfach weiter ziehen. Man kann nicht einfach sagen, jetzt haben sie aufgehört, jetzt sind wir keine Fans mehr. Wir sind ja immer noch Fans. Wenn man mal Caught in the Act Fan gewesen ist, ich weiß nicht, ich kann nicht einfach sagen, jetzt sind sie nicht mehr, jetzt bin ich nicht mehr Fan, denn das geht doch einfach viel tiefer.

Gabi:
Ich denk mal, du hast sie ja sehr oft getroffen, daß du ein ganz anderes Verhältnis zu den Jungen hast. Sind die wirklich so nett und charmant, wie sie sich auf der Bühne geben, auch wenn man sie privat trifft?

Mery:
Ich muß sagen, es ist unglaublich, wie nett die Jungs sind. Sie nehmen sich wirklich Zeit. Hier noch ein Autogramm und dort ein liebes Wort. Sie nehmen einen auch in den Arm und stehen nicht nur einfach nur neben dir. Also, du merkst, sie versuchen auch eine Beziehung zu dir ein bißchen aufzubauen, du bist ihnen nicht egal als Fan. Das habe ich bei anderen Gruppen nicht kennengelernt, das vermisse ich bei anderen Gruppen. Sie sind so herzlich zu jedem Fan. Gut sie haben auch mal schlechte Laune, dann geht halt mal einer von ihnen weg und läßt die anderen Autogramme geben. Sie sind auch nur Menschen, das muß man einfach tolerieren. Sie können auch nicht 24 Stunden nur lachen.

Gabi:
Mery, was macht Caught in Act für dich überhaupt aus?

Mery:
Also, das Besondere an Caught in the Act ist einfach das ganze Feeling um die Jungs , die ganze Energie, die von ihnen kommt, das ganze Wesen von jedem einzelnen von den Jungs, eben die Power, die sie bringen. Es ist einfach ein ganz bestimmtes, eben das Caught in the Act Feeling, das sie selber auch einmal besungen haben.

Gabi:
Du hast ja jetzt die Farewell- Tour mitgemacht,, gab es da ein Unterschied zu anderen Konzerten. Wie waren die Fans, wie haben sie reagiert, haben die Jungs selbst reagiert, welchen Eindruck hattest du?

Mery:
Also, ich fang mal mit den Jungs an. Man hat schon gemerkt, als sie auf die Bühne kamen, daß es ihnen sehr schwer fällt, da wirklich volle Power zu bringen und das einfach gewisse Etwas, was Caught in the Act Shows ausgemacht hat ,daß das nicht da ist, weil sie einfach viel zu ausgelaugt , zu traurig sind. Gut, man hat das Gefühl gehabt, daß der Zusammenhalt noch viel stärker geworden ist, jetzt durch diese schlimme Phase. Aber eben einfach diese Power, dieses ausgelassene Blödeln so auf der Bühne und so, ja das konnten sie im Moment einfach nicht und das versteht man auch. Aber die Show war trotzdem wahnsinnig toll, also ob jemand anderes eine so tolle Show unter diesen Umständen hätte bieten können, das glaube ich kaum. Und die Fans waren sehr traurig, das hat man gemerkt. Sonst sieht man immer strahlende Gesichter und hier natürlich einfach weinende Mädchen, Mädchen, die versuchen, sich gegenseitig zu trösten, ja wie ein Tränenmeer ist es mir vorgekommen, eben wie richtige Trauer, wie ein Abschied.
Bei den Konzerten ist mir auch einiges, was die Jungs gesagt haben auf der Bühne, sehr tief gegangen. Zum Beispiel hat Eloy so gefragt. " Hey, wie geht's euch? Uns geht's super, uns geht's blendend" und kurze Zeit später sagte er, man sollte nicht sagen, daß es gut geht, wenn es eine Scheiße- Zeit ist und das hat sehr sehr berührt. Da sind natürlich auch bei mir die Tränen geflossen. Bengie hat auch mal zwischen den Songs mal angefangen, ja, ich weiß nicht, was ich sagen soll, wie euch das erklären soll. Und dann wußten sie nicht mehr weiter und haben das nächste Lied gespielt. Dann wollte Bastiaan irgendwas sagen und hat's auch irgendwie nicht geschafft. Man merkte, sie konnten teilweise kaum reden. Es war schon sehr........... und die Tränen sind auch die ganze Zeit geflossen bei mir und auch bei den anderen Fans. Es war schwer sich da zusammen- zureißen, eben, wenn es ihnen schon so schlecht geht.



Mit we belong together haben Caught in the Act sich als verabschiedet. Aber Bastiaan Ragas, Eloy de Young,; Benjamin Boyes und Lee Baxter gibt es noch und man sicher in der Zukunft noch von ihnen hören.



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